Tristesse in Corona-Zeiten: Warum die Couch kein Ersatz für die Fankurve ist

In Corona-Zeiten ist alles anders. Die Dauerkarte steckt immer noch im Portemonnaie, doch zum Einsatz kommt sie in dieser Bundesligasaison nicht mehr. Ausgesperrt aus dem Stadion, gilt es, trotzdem am Spieltag so viel Normalität wie möglich zu simulieren. Also landete am Samstagvormittag im Supermarkt frisches Hackfleisch (für die Frikadelle) und ein Fünf-Liter-Fässchen Bier (natürlich Krombacher, das wird im Stadion ja auch ausgeschenkt) im Einkaufswagen. Statt am „59ers“ findet das Vorglühen auf dem Balkon mit Lothar Matthäus auf „Sky“ statt, doch der kann mit den Weisheiten der Kumpels am Fantreff nicht annähernd mithalten. Das Spiel hat noch nicht mal begonnen, und schon fehlt etwas, und zwar ganz gewaltig. Das ändert sich auch nicht, als das Smartphone mit etwas krächzendem Ton kurz vor Spielbeginn „Im Herzen von Europa“ abspielt. Wenn im Stadion in diesem Moment Tausende Schals nach oben gehen, ist das ein erhebendes Gemeinschaftsgefühl. Allein zu Hause fühlt es sich irgendwie peinlich an.

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